30.09.2021

Thomas Kutschker – 40 Jahre rff

Wenn ein Mitarbeiter innerhalb kurzer Zeit zwei Anlässe hat, die gefeiert werden, ist das schon etwas Außergewöhnliches. Bei Thomas Kutschker ist genau dies der Fall. Zunächst wurde er 60 Jahre alt und anschließend blickte er auf 40 Jahre rff zurück. Wir haben uns mit ihm unterhalten, um zu erfahren warum rff und „TK“ so gut zusammenpassen.

Es ist alles andere als gewöhnlich, dass ein Mitarbeiter seinem Arbeitgeber vom ersten Tag seiner Ausbildung bis zum Ende seines Arbeitslebens die Treue hält. Bei rff hingegen ist diese Form der Loyalität keine Seltenheit, sondern gelebte Realität. So wie bei Thomas Kutschker, der vor kurzem sein 40-jähriges Dienstjubiläum feiern konnte.

Seine erste Begegnung mit rff war geprägt von Spontanität. Im Frühjahr 1981 – vor eben gut 40 Jahren – stand Thomas Kutschker zusammen mit seinem Vater vor dem damaligen rff-Betriebsgebäude in der Gottlieb-Daimler-Straße. Dass er einen Samstag für seinen Besuch wählte, hatte einen einfachen Grund: Die handschriftliche Bewerbung (Ausschnitt im Bild) war sorgfältig erstellt und sollte gleich zu Wochenbeginn im Posteingang landen. Doch der Plan wurde spontan verworfen, als die Tür aufging und er kurze Zeit später im Büro von Hartmut Böttche saß, um mit ihm ein Bewerbungsgespräch zu führen.

Das Gespräch verlief offensichtlich so gut, dass der damals 19-Jährige unmittelbar per Handschlag eine Zusage erhielt. Damit war Thomas Kutschker direkt am Ziel angekommen. Denn nach dem Abitur und der Zeit bei der Bundeswehr wollte er eine kaufmännische Ausbildung machen. „Ich musste damals versprechen, dass ich die Ausbildung auch tatsächlich antreten werde. Schließlich war Hartmut Böttche auf der Suche nach Personal, um den geplanten Umzug in die Carl-Zeiss-Straße zu stemmen“ erinnert sich der heutige Einkaufsleiter.

„Nach der Ausbildung hat Hartmut Böttche mir angeboten, dass ich mich um den Einkauf kümmern könnte. Nach kurzer Bedenkzeit war ich mir sicher, dass ich das Angebot annehmen wollte, da diese Position bei rff noch nicht besetzt war“ erzählt Thomas Kutschker. Bereits nach kurzer Zeit der Einarbeitung wurde ihm von seinem Chef die Einkaufsleitung übertragen. Was folgte waren Jahre der Expansion unter anderem bedingt durch den Aufbau der Standorte Erkrath und Nürnberg. Im Jahr 1991 folgte kurz nach dem Mauerfall die Gründung eines Verkaufsbüros in Leipzig und 2008 die Eröffnung des Standortes Mannheim. Diese Entwicklung hat Thomas Kutschker und sein Team maßgeblich durch eine umsichtige Einkaufspolitik mitbegleitet.

Zum Thema „Grenzöffnung“ fällt Thomas Kutschker eine Anekdote ein, die ihm im Gedächtnis geblieben ist. „Am 9. November 1989 machten Hartmut Böttche und ich uns morgens auf den Weg zu einem Lieferantenbesuch nach Nord-Frankreich. Weder auf dem Flughafen noch im Hotel erfuhren wir von dem historischen Ereignis, dass an diesem Tag die Mauer in Berlin fiel. Erst als wir morgens mit Champagner begrüßt wurden, haben uns die französischen Geschäftsfreunde auf unsere Frage „worauf wir denn wohl anstoßen“, erzählt, dass die Mauer gefallen sei. Hartmut Böttche guckte mich daraufhin an und fragte von welcher Mauer die Rede sei“ erinnert sich Thomas Kutschker schmunzelnd.

In den folgenden Jahren erweiterte sich sein Verantwortungsbereich bedingt durch den Aufbau des Zentrallagers für Rohre in Beucha. Aber auch in Stuhr wuchs der Lagerstandard und insgesamt das Einkaufsvolumen. „Im Laufe der Jahre hat sich die Einkaufsabteilung stetig vergrößert. Heute umfasst sie 15 Mitarbeitende, die als gewachsenes Team einen erheblichen Anteil am Erfolg von rff haben“ betont Thomas Kutschker.

Als weiteren Meilenstein bezeichnet der Einkaufsleiter die Gründung der rff China Tube Co. Ltd. im chinesischen Fushun im März 2007. Auch hier hat er eine schöne Anekdote zu erzählen: „Auf dem Flughafen in Shenyang haben Hartmut Böttche, Guishan Zhang und ich auf einem Bierdeckel die inoffizielle Gründung besiegelt“ schildert Thomas Kutschker die Ereignisse im Dezember 2006.

Auch heute ist der Einkaufsleiter täglich gefordert. "Gegenwärtig hat die stabile Versorgung unserer Kunden mit Material Priorität. Darüberhinaus geht es sowohl heute als auch in Zukunft darum, das Haus rff in den Bereichen Digitalisierung, Logistik- und Lieferanten-Management kontinuierlich weiterzuentwickeln" stellt Thomas Kutschker abschließend fest.

rff – Stark verbunden.