24.08.2021

Würde jederzeit wieder helfen

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli geschah im Ahrtal eine unvorstellbare Katastrophe. Die Region wurde quasi über Nacht von gewaltigen Wassermassen heimgesucht. Für einen unserer langjährigen Mitarbeiter war es eine Selbstverständlichkeit, den Menschen vor Ort zu helfen.

Michael Weber (im Bild) ist seit 2006 Mitarbeiter im Logistik Center Beucha/Leipzig und 21 Jahre lang Mitglied in der Feuerwehr Bennewitz. Als ihn der Hilferuf aus dem Ahrtal ereilte, war für ihn sofort klar, dass er für einen Einsatz in der Region zur Verfügung stehen würde. „Die Bereitschaft Menschen in der Not zu helfen, wurde mir in die Wiege gelegt“ erzählt der 39-jährige und ergänzt, dass sein Vater 25 Jahre Chef der örtlichen Feuerwehr war.

„Das Muldental war bereits mehrfach – zuletzt im Jahr 2013 – von Hochwasser betroffen. Ich kann mich gut erinnern, wie froh wir waren, dass uns damals viele Organisationen aus ganz Deutschland zur Hilfe kamen. Daher war es sowohl für mich als auch meine über 30 Feuerwehrkollegen keine Frage, nach Rech an der Ahr zu fahren, um mit anzupacken“ schildert Michael Weber.

Er selbst ist ein erfahrener Einsatzleiter bei der Feuerwehr und weiß, worauf es ankommt. Dennoch hat er eine Katastrophe in solchen Ausmaßen noch nicht erlebt. „Ganze Dörfer, Straßenzüge und Brücken sind einfach weggespült worden. Das sind unglaubliche Bilder, die man sein Leben lang nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Solch ein Ereignis kostet Menschenleben und zerstört Existenzen innerhalb weniger Stunden“. So wie Michael Weber das Erlebte schildert, merkt man förmlich, wie ihm ein kalter Schauer über den Rücken läuft.

„Die Zusammenarbeit der vielen Hilfsorganisationen, der Bundeswehr und den betroffenen Menschen hat mir besonders imponiert. Jeder hat selbstlos mit angepackt und es wurde über alle Hierarchien hinweg Hand in Hand gearbeitet. Dieser Zusammenhalt und die Dankbarkeit der Menschen vor Ort, motivieren mich und geben mir unglaublich viel Kraft für weitere Einsätze“ sagt Michael Weber.

Ein Erlebnis ist ihm dabei ganz besonders in Erinnerung geblieben. „Einen Tag nachdem wir einen Keller ausgepumpt und von Schlamm befreit haben, hat mich der Hauseigentümer auf der Straße wiedererkannt. Er fiel mir zunächst wortlos in die Arme und hat sich unter Tränen ‚tausendmal‘ bedankt. Wir haben anschließend beschlossen in Kontakt zu bleiben. Im kommenden Jahr werde ich in die Region reisen, um zu sehen, wie es dem Mann und seiner Familie in der Zwischenzeit ergangen ist“ erzählt Michael Weber abschließend.

rff – Stark verbunden.