21.11.2019

Arbeitsmarkt boomt

Im vergangenen Quartal waren über 45 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. So viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Zum anhaltenden Anstieg trug erneut vor allem der Dienstleistungsbereich bei.

Der Beinahe-Rezession zum Trotz ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland so hoch wie noch nie. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wuchs die Zahl um 356.000 oder 0,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Damit erreichte sie mit 45,4 Millionen den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung 1990. Die Zunahme sei "der bereits einsetzenden Herbstbelebung am Arbeitsmarkt" zu verdanken.

Erfreulich ist die Tatsache, dass immer mehr Menschen einen festen Job finden. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 427.000 auf 41,22 Millionen. Dies führte die Behörde vor allem auf den anhaltenden Anstieg sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter zurück. Die Zahl der Selbstständigen sank hingegen um 71.000 auf 4,15 Millionen.

Die konjunkturelle Flaute hinterlässt ungeachtet des Rekordwertes Spuren am Arbeitsmarkt. "Obwohl sich der Beschäftigungszuwachs weiter fortsetzte, schwächte sich seine Dynamik im Laufe des Jahres 2019 ab", betonten die Statistiker. Im ersten Quartal sei die Erwerbstätigkeit noch um 1,1 Prozent gewachsen, im zweiten Vierteljahr um 1,0 Prozent.

Zum anhaltenden Anstieg trugen im abgelaufenen Quartal erneut vor allem die Dienstleister bei. Den größten absoluten Beschäftigungsgewinn meldeten Unternehmen aus dem Bereich „Information und Kommunikation". Der Anstieg lag bei 3,7 Prozent bzw.  49.000 Beschäftigten. Dagegen sank bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern die Zahl der Erwerbstätigen erneut um 10.000 oder 0,9 Prozent.

rff – Stark verbunden.