17.02.2020

Bund sichert deutlich mehr Exporte ab

Im Jahr 2019 hat die Bundesregierung deutlich mehr Exportgeschäfte und Auslandsinvestitionen mit Garantien abgesichert. Für rund 21 Milliarden Euro gab es vom Bund eine Absicherung gegen politisch bedingten Forderungsausfall.

Vom Bund sind Lieferungen und Leistungen deutscher Exporteure und Banken in Höhe von rund 21 Milliarden Euro abgesichert worden, teilte das Wirtschaftsministerium in Berlin mit. Dies entspricht einem Anstieg von sechs Prozent. Die meisten Fälle hatten dabei einen Bezug zu Schwellen- und Entwicklungsländern – sie machten drei Viertel des Neugeschäfts aus.

Damit hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr deutlich mehr Exportgeschäfte und Auslandsinvestitionen von Unternehmen mit Garantien abgesichert. Mit staatlichen Exportkreditgarantien, sogenannten Hermes-Bürgschaften, kann der Bund Geschäfte von Exporteuren gegen einen wirtschaftlich und politisch bedingten Forderungsausfall absichern. Der Bund übernimmt damit zu einem großen Teil das Risiko eines Zahlungsausfalls.

Nahezu verdreifacht hat sich gegenüber dem Vorjahr das Gesamtvolumen zur Absicherung von Investitionen deutscher Unternehmen im Ausland gegen politische Risiken. So übernahm der Bund 2019 laut Ministerium Investitionsgarantien in Höhe von 3,3 Milliarden Euro für Projekte in 16 Ländern. Wesentliche Anlageländer waren demnach China, gefolgt von Argentinien, Mexiko, Kuwait und Indien. Zum Jahresende betrug der Gesamtgarantiebestand des Bundes aus bestehenden Investitionsgarantien 33,3 Milliarden Euro.

Weil Unternehmen für die Kreditgarantien Gebühren zahlen, ergibt sich keine Belastung für den Haushalt des Bundes. 2019 wurde sogar ein Überschuss von gut 640 Millionen Euro erzielt. Bei den Investitionsgarantien gab es ein positives Ergebnis von knapp 115 Millionen Euro.

rff – Stark verbunden.