02.10.2020

Die Segel richtig setzen

Seit Beginn des Jahres ist Jörg Delveaux weiterer Geschäftsführer bei rff. Im Exklusiv-Interview mit dem Stahlmarkt bezieht Jörg Delveaux Stellung zu Fragen, die sowohl ihn als auch rff heute und in Zukunft beschäftigen.

Seit Anfang des Jahres sind Sie Geschäftsführer bei rff. Wie haben Sie Ihren Start rückblickend erlebt?

Zunächst kann ich sagen, dass ich mich inzwischen gut eingelebt habe und mich sehr wohl fühle. Das hängt unter anderem mit der Art und Weise zusammen, wie ich bereits im Vorfeld auf die neue Aufgabe bei rff vorbereitet wurde. Das sogenannte „Onboarding“ verläuft von Anfang an sehr strukturiert und zielorientiert. Es gefällt mir, dass die Einarbeitung sehr professionell und dennoch kollegial verläuft. Ich habe bereits im ersten Gespräch gemerkt, dass rff und ich gut zusammenpassen.

Sie kannten das Haus rff bereits im Vorfeld. Was hat Sie vor dem Start mit dem Unternehmen verbunden?

Aus meiner Zeit vor rff wusste ich ziemlich genau, mit welcher Philosophie dort gearbeitet wird. Es wird sowohl viel Wert auf Qualität als auch auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit gelegt. Viele Kunden, Lieferanten und nicht zuletzt Kollegen sind schon sehr lange mit dem Unternehmen eng verbunden. Das merke ich insbesondere in der täglichen Zusammenarbeit mit allen Interessensgruppen.  

Mit welchen Themen haben Sie sich zu Beginn beschäftigt und wie sehen die Pläne für die Zukunft aus?

In meiner Verantwortung als Geschäftsführer arbeite ich mich nach und nach in die einzelnen Unternehmensbereiche ein. Diese Aufgabe ist komplex und wird sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Dennoch liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit im Bereich Materialwirtschaft. Das ist ein guter Einstieg und die Einblicke in die bisherigen strategischen und operativen Ausrichtungen bilden ein gutes Fundament für die Zukunft. Hartmut Böttche, Michael Allexi und ich arbeiten derzeit intensiv am Um- und Ausbau des Zentrallagers in Stuhr. Es gibt viele Ideen, die wir gerne in den kommenden Jahren umsetzen möchten.

Jetzt zu Ihnen als Mensch Jörg Delveaux. Womit sorgen Sie für den nötigen Ausgleich zu Ihrer verantwortungsvollen Aufgabe als Geschäftsführer?

Unter der Woche lebe ich derzeit noch von meiner Frau und meinen beiden Söhnen getrennt. Meine Abende in Bremen sind geprägt durch sportliche Aktivitäten. Umso mehr genießen wir als Familie die Zeit an den Wochenenden. Diese Zeit ist kostbar und gibt mir viel Kraft für meine Aufgaben bei rff.

Zu guter Letzt noch ein Blick in die Zukunft. Wo sehen Sie sich und das Unternehmen rff in den kommenden Jahren?

Persönlich möchte ich mich als Mensch Jörg Delveaux weiterentwickeln und meinen Teil dazu beitragen, dass das Unternehmen rff stabil bleibt und nachhaltig wächst. Die Themen Produktpolitik, Digitalisierung und Nachwuchsförderung nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Direktinvestitionen ins Ausland werden kontinuierlich analysiert und auf ihre Zukunftsfähigkeit geprüft, um die internationale Präsenz von rff zu intensivieren. Wir werden die Segel richtig setzen, egal aus welcher Richtung der Wind bläst. So wie es sich für ein norddeutsches Handelshaus mit hanseatischen Wurzeln gehört (lacht).

Das Interview finden Sie auch in der aktuellen Ausgabe vom Stahlmarkt.

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