08.12.2014

Frist erneut verlängert

Das Thema hält den deutschen Stahlhandel weiter in Atem: die Umkehr der Steuerschuld bei Stahllieferungen. Rund zwei Monate nach Inkrafttreten der Gesetzesänderung wurde die Übergangsregelung erneut verlängert. 

Mit dem Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) vom 05.12.2014 wurde die Nichtbeanstandungsregelung für die Änderungen im Paragrafen 13b des Umsatzsteuergesetzes bis zum 30.06.2015 verlängert. 

Aufgrund von Änderungsanträgen seitens der CDU/CSU und SPD Fraktionen, denen der Bundestag bereits in der vergangenen Woche zugestimmt hat, haben sich neue Erkenntnisse ergeben. Daher ist zurzeit unklar, ob bzw. in welchem Umfang das Reverse-Charge-Verfahren auf Walzstahlerzeugnisse in Form von beispielsweise Profilen und Bleche anwendbar ist.

Der Bundesverband Deutscher Stahlhandel (BDS) teilte in diesem Zusammenhang mit, dass die Fristverlängerung auch für Fakturierungen ohne Ausweis der Umsatzsteuer und mit dem Hinweis der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers gelte. Das bedeutet im Klartext, dass sowohl der Kunde als auch das Finanzamt Rechnungen, die auf Grundlage der Gesetzesänderung zum 01.10.2014 ausgestellt wurden, akzeptieren müssen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Umsatz in zutreffender Höhe vom Kunden versteuert wird.

Das Schreiben des BMF stellen wir Ihnen als Download zur Verfügung und halten Sie bei diesem komplexen Thema weiter auf dem Laufenden.

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rff – Stark verbunden.