08.01.2015

Kommando zurück

Kurz vor Weihnachten beschloss der Deutsche Bundestag, dass der Wortlaut im § 13b des Umsatzsteuergesetz geändert wird. Damit hat das Thema „Reverse-Charge-Verfahren“ für das Haus rff kaum noch Relevanz. 

Als die Umkehr der Umsatzsteuerpflicht bei Stahllieferungen zum 1. Oktober 2014 bekannt wurde, war die Aufregung in der Branche zunächst groß. Doch die zuständigen Berufsverbände, darunter auch der Bundesverband Deutscher Stahlhandel (BDS), haben in den letzten Monaten ganze Arbeit geleistet und sich für eine weitreichende Gesetzesänderung eingesetzt. 

Am 3. Dezember beschloss der Deutsche Bundestag die entscheidenden Änderungen im § 13b Umsatzsteuergesetz und deren Anlage 4 Absatz 2  Nummer 11. Demnach sind bei Stahllieferungen nur noch Roheisen, Körner, Pulver sowie Halbzeuge vom Reverse-Charge betroffen. Zudem wurde eine Freigrenze in Höhe von 5.000 Euro in den Gesetzestext eingearbeitet. 

Für den Stahlhandel heißt es nun „Kommando zurück“. Denn für den Großteil der Lieferungen wird weiterhin die Umsatzsteuer berechnet, so wie vor der Gesetzesänderung auch.

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