12.12.2016

Stahlmarkt-Barometer

Wie in jedem Jahr hat das Fachmagazin „Stahlmarkt“ einige Unternehmen gefragt, wie es aus ihrer Sicht auf den Stahlmärkten aussieht. Das Haus rff hat sich erstmals an dieser Umfrage beteiligt.

Stahlmarkt: Ihre wichtigsten Themen momentan?

Michael Allexi: Investitionen in Infrastruktur und Fuhrpark, Nachwuchsförderung und Ausbildung, Verbesserung der Effizienz- und Effektivität. 

Stahlmarkt: Wie ist das Jahr 2016 für die Stahlbranche aus Ihrer Sicht verlaufen?

Michael Allexi: Für den Bereich druckgeführter Rohre und Rohrverbindungen konnte sich der hoffnungsvolle Start, mit Projektaufträgen in den beiden ersten Quartalen, im weiteren Verlauf des Jahres nicht bestätigen. Auch die „Tube“ im April brachte, trotz positiver Signale seitens unserer Kunden, keine nachhaltige Trendwende. Der Kampf um Marktanteile und ein hoher Preisdruck führten zu Insolvenzen und einer nachlassenden Zahlungsmoral. Die Preise für Rohstoffe und Vormaterial sind im Gegensatz zu den Verkaufspreisen, trotz großer Überkapazitäten und fehlender Nachfrage, gestiegen. Das Embargo gegen Russland und die schwächelnde Weltwirtschaft trugen durch fehlende Neu- und Ersatzinvestitionen ihren Teil dazu bei, dass das Jahr 2016 hinter den Erwartungen zurück bleiben wird. Dennoch liegen wir mit unseren Zahlen voraussichtlich knapp auf Vorjahresniveau. Wir stellen zudem eine sich weiter verbessernde Inlandsanfrage aus den Bereichen Gasversorgung und Schiffbau fest. Auch der iranische Markt kommt, nach dem Ende der Sanktionen, langsam wieder in Schwung, wobei die Zukunft nach den US Wahlen nebulös erscheint. 

Stahlmarkt: Was erwarten Sie für 2017?

Michael Allexi: Für das kommende Jahr erwarten wir weiter ein schwieriges Marktumfeld. Bedingt durch den Brexit und den noch nicht vorhersehbaren Auswirkungen der Wahlen in den USA kann es zu einem weiteren Investitionsstau kommen. Auch die Entwicklung der Immobilienpreise in China beobachten wir sehr genau. Hier besteht die Gefahr einer Blasenbildung. Im Falle eines Platzens ist mit einem Abschwung zu rechnen, der sich auch auf den Stahlsektor auswirken würde. Vom Ausbau der Nord Stream erwarten wir in 2017 Impulse im Bereich der Energieversorgung. Die gute Auslastung der deutschen Werften, unter anderem bedingt durch den Neubau von Marineschiffen, macht Hoffnung, dass wir trotz weiterhin unruhiger See gut durch das Jahr 2017 kommen. Für das Haus rff steht die weitere Digitalisierung der Geschäftsvorgänge und die Verbesserung der Serviceleistungen im Fokus. Hierzu werden wir in den Bereichen Infrastruktur und Logistik weiter investieren. Außerdem gilt es den bereits eingeleiteten Generationswechsel auf Leitungsebene weiter positiv zu gestalten. 

Den Bericht finden Sie im Bereich Presse. Die komplette Ausgabe des Stahlmarkts können Sie über diesen Link als E-Paper lesen.

rff – Stark verbunden.