Wissen und Erfahrung teilen

Bereits Benjamin Franklin brachte es im 18. Jahrhundert auf den Punkt: „Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.“ Wie Recht der US-Amerikanische Staatsmann mit dieser Aussage hatte, wird in der heutigen Zeit immer deutlicher. Auch wenn aktuell von digitaler Transformation, Big Data und Co. die Rede ist, bleibt der Faktor Wissen die einzige Ressource, die sich durch Gebrauch vermehrt.

Jedes Unternehmen auf diesem Globus braucht ein gewisses Know-how, um erfolgreich am Markt bestehen zu können. Solches Wissen ist häufig personengebunden und in den Köpfen der Mitarbeiter verankert; eine Erkenntnis, die sich mittlerweile in den Chefetagen herumgesprochen hat. Denn es wird vor allem immer dann ‚gefährlich‘, wenn erfolgskritisches Wissen „in den Ruhestand geht“ oder auf anderen Wegen aus dem Unternehmen ausscheidet.

Der Transfer von Wissen, das auf keinen Fall verloren gehen darf, wird verstärkt zum operativen Risiko, dem sich viele Unternehmer angesichts der Altersstruktur ihrer Belegschaft stellen müssen. Gerade auch, weil mit der Generation Y frische Kräfte nachrücken, die für eine andere Art der Unternehmens- und Mitarbeiterführung stehen.

Langfristige Nachfolgeregelung

Gerade in der obersten Führungsebene gewinnen der Austausch von Erfahrungen und der damit verbundene Wissenstransfer an Bedeutung. Besonders hier spielen die Faktoren Wissens- und Zeitmanagement zentrale Rollen, die für nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens enorm wichtig sind.

Im Zuge der Nachfolgeregelung wurden die Weichen frühzeitig gestellt. Hartmut Böttche (72), der das Unternehmen 1976 in Stuhr bei Bremen gründete, entschied sich im Jahr 2014 für die Einstellung von Michael Allexi.

Der 45-jährige Kaufmann stieg im September 2014 ins Unternehmen ein und übernahm zunächst die Vertriebsleitung für das internationale Geschäft. Zu Beginn des Jahres 2017 wurde mit der Ernennung von Allexi zum zusätzlichen Geschäftsführer ein weiterer Meilenstein gesetzt, wobei der Übergabeprozess damit noch nicht abgeschlossen ist.

„Es freut mich, dass ich vor gut zwei Jahren mit Michael Allexi einen im internationalen, lagerhaltenden Handel tätigen Manager für das Haus rff gewinnen konnte. Mit seiner Erfahrung und seinen Ideen wird er das Unternehmen auch in die Zukunft führen.“ kommentierte Böttche seinerzeit diese richtungsweisende Entscheidung.

Fließender Übergang und interne Netzwerke

Doch nicht nur auf der Geschäftsleitungsebene war eine Position neu zu besetzen. Auch in der mittleren Führungsebene handelte das 350 Mitarbeiter starke Unternehmen weitsichtig.

So wurden im Laufe des vergangenen Jahres zwei Abteilungsleiter, die jahrzehntelang für die Geschicke des Unternehmens mitverantwortlich waren, durch jüngere Nachfolger ersetzt.

Auch hier setzte rff auf einen langfristigen und fließenden Übergang, der problemlos – ja geradezu lautlos – über die Bühne ging.

Am Beispiel der Verkaufsabteilung Düsseldorf wird deutlich, wie wichtig eine langfristige Vorbereitung ist.

So begann dort der ehemalige Leiter des Standortes bereits im Jahr 2010, seinen Nachfolger Dennis Müller Schritt für Schritt auf dessen neue Aufgabe vorzubereiten und führt aus: „In den vergangenen Jahren haben wir uns als Team sehr gut ergänzt.“

So konnte jeder von den Fähigkeiten des Anderen profitieren, womit das Know-how und damit ein erheblicher Teil der wertvollen Arbeit des Wissensgebers im Unternehmen verblieb.

rff – Stark verbunden.